Montag, 8. Dezember 2014

4 Grounds – General Purpose Horse Wagon

Heute mal eine kleiner Baubericht zum General Purpose Wagon von 4Grounds. Ich hatte etwas länger gesucht um einen Wagen für Tabletop und Rollenspiel zu finden, bis ich auf die Firma 4Grounds gestoßen bin. Eigentlich eher durch Zufall, denn ich hatte nach günstigen Häusern für Freebooters gesucht, da ich in absehbarer Zeit eine kleine Stadtplatte bauen wollte.

Den Bausatz habe ich für sehr akzeptable 5,53 Euro bei FantasyWelt, mein Haus und Hof Lieferant wenn es ums Hobby geht, bestellt. Einen „Zigeuner“ Wagen, habe ich bei der Gelegenheit in England bei Blotz bestellt, dazu dann später in einem anderen Artikel mehr.

Kommen wir zum 4 Grounds General Purpose Horse Wagon.
Geliefert wird eine 2mm MDF Platte mit etwa DIN A5 Abmessungen in einer Zip Tüte zusammen mit einer zweiseitigen bebilderten DIN A4 Anleitung. Diese ist schwarz weiß und in englischer Sprache. Ich habe mit Englisch keinerlei Probleme, von daher war das für mich eher ein unwichtiger Punkt, aber für manch einen der es nicht so mit Englisch hat, könnte das ein Problem sein, denn man muss wirklich auch mal nachlesen, denn die Bilder sind in Schwarzweiß nicht immer selbsterklärend.

Den Wagen kann man in zwei Versionen bauen. Einmal als Planwagen und einmal als offene Last Kutsche mit offener Pritsche. Da dies sicher nicht mein letzter Bausatz war, habe ich mich für die Planwagen Variante entschieden.

Durch das lasern ist eine extrem hohe Präzision beim Bausatz zu erkennen. Nicht nur bei ein paar Details die den Wagen so schön erscheinen lassen, sondern auch was die Passgenauigkeit angeht.
Daher ist beim zusammenbauen wirklich Vorsicht geboten. Mit Gewalt geht ja bekanntlich alles, aber „Nach fest kommt kaputt“ wie Konfuzius schon sagte.

Vor dem Zusammenbau hatte ich mir überlegt, das ich den Wagen ein wenig farblich aufhübschen wollte. Dazu habe ich in der Anleitung nachgeblättert welche Teile wohin kommen und dann die betreffenden Teile ausgemacht die ich anmalen musste. Also die Karrenräder in 72.044 Dark Fleshtone und den äußeren Ring mit 72.054 Gunmetal Metal bemalt. Dann die äußeren Teile mit 72.011 Gory Red mit Airbrush gesprüht. Etwas fleckig mit Absicht um dem ganzen einen Used-Look zu verpassen. Um die Karrenräder trocken zu lassen, habe ich aus Korken und halbierten Zahnstochern eine Halterung gebaut. Wie man sonst noch Korken für Malhilfen nutzen kann, habe ich in einem meiner letzten Artikel "Alles gut im Griff" bereits ausführlich beschrieben.
 
Nachdem alles getrocknet ist, sollte man sich zunächst einmal die komplette Anleitung durchlesen und wenn einem alles klar ist, kann man beginnen die Teile Schritt für Schritt aus dem MDF herauszulösen. Dafür hat 4Grounds sogar ein extra Teil gelasert was als Hilfe dienen soll. Eine nette Idee, hält allerdings nicht wirklich lange, bei mir nur bis zur Hälfte der Bauphase.


Der Zusammenbau ansich ist nicht wirklich schwer wenn man sich an die Anleitung hält, allerdings gibt es einen eher fummeligen Punkt, welcher auch der Schwachpunkt der Konstruktion ist, die Befestigung des Drehgestells. Hier müssen zwei Teile ohne jegliche Führung passgenau übereinander geklebt werden und dann mit zwei sehr kleinen S-Förmigen Teilen an der Kutsche befestigt werden. Hier ist also große Vorsicht geboten.

Der Rest geht dann wieder gut von der Hand. Solche Dinge mache ich am liebsten bei guter Musik, einem Tee und nehme mir alle ruhe die ich brauche. Alles in allem hat es grade mal 30 Minuten gebraucht den Bausatz in einen General Purpose Wagon zu verwandeln, der echt etwas hermacht!



Letztendlich darf natürlich kein Bild der fertigen Kutsche fehlen, hier im Größenvergleich zu einer 28mm Figur von Reaper (REA 60053 Blackjack modelliert von Julie Guthrie). Passt wunderbar und macht schon Laune ihn im Spiel auf dem Tisch zu sehen.


Mein Fazit lautet: Schöner und günstiger Bausatz der ausreichend detailliert ist und mit etwas zusätzlicher Bemalung einen sehr guten Eindruck macht. Einzige Schwachstelle ist die erwähnte Konstruktion der Gabelbefestigung, hier ist Vorsicht und Genauigkeit gefordert.

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